Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann MdL
12. 02. 2010 Mit Beginn des zweiten Schulhabjahres unterstützt das Niedersächsische Kultusministerium mit einem neuen Programm Grundschulen, die von besonders vielen Kindern mit Lernproblemen oder sozialen Benachteiligungen besucht werden. Mit dem Unterstützungsprogramm für Grundschulen will das Niedersächsische Kultusministerium ganz gezielt Grundschulen in sozialen Brennpunkten stärken, die von besonders vielen Kindern mit Lernproblemen oder sozialen Benachteiligungen besucht werden. Schulen, die bestimmte Kriterien erfüllen, erhalten auf Antrag ein erhöhtes Stundenbudget für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. "Mit dem neuen Programm stärken wir die Grundschulen in sozialen Brennpunkten. Diese Schulen können ihre pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit noch gezielter genau dort einsetzen, wo sie gebraucht werden", sagte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann. Für das Programm werden im Laufe des Jahres 1 Mio. Euro eingesetzt, das entspricht rund 50.000 Stunden für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Etwa 250 Grundschulen, die unter nachweislich schwierigen Bedingungen arbeiten, werden 2010 von dem neuen Programm profitieren können. Diesen Schulen stehen dann im Durchschnitt fünf Stunden pro Woche zusätzlich für die pädagogische Arbeit zur Verfügung. Durch die Aufstockung des Stundenbudgets können sich die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nun mehr Zeit für die Kinder nehmen, weitere unterrichtsergänzende Projekte anbieten oder zur Unterstützung der Lehrkräfte im Unterricht eingesetzt werden.
Zahlen, Daten, Fakten
Zum Beginn des zweiten Halbjahres wurden an den allgemein bildenden Schulen in Niedersachsen alle durch dauerhaftes Ausscheiden aus dem Schuldienst frei gewordene Stellen wiederbesetzt.
Von den insgesamt über 850 Stellen wurden 48 Stellen verwendet, um Lehrkräfte, die 2 Jahre als Vertretungslehrkräfte gearbeitet haben, unbefristet in den Schuldienst zu übernehmen, sowie für weitere Übernahmen im Rahmen des Lehreraustauschverfahrens zwischen den Ländern. Rund 800 Stellen wurden für Neueinstellungen über das Bewerbungs- und Auswahlverfahren verwendet.
Im Hinblick auf die Unterrichtsversorgung zeichnet sich ein positiver Trend ab. Auch wenn die endgültigen Daten erst im Mai vorliegen, wird die Unterrichtsversorgung aller Voraussicht nach wieder bei etwa 100% liegen.
Mit 139 Mio. Euro fließt die größte Investitionssumme aus dem Konjunkturpaket II – die "Initiative Niedersachsen" in den Bau und die Ausstattung von Schulen. Die Schwerpunkte liegen hier auf der energetischen Sanierung, auf Neu-, Um- und Erweiterungsbauten und der Modernisierung der Fachunterrichtsräume. In die Förderung der Medienausstattung von Schulen werden 40 Mio. Euro investiert. Ein weiteres Förderprogramm, mit einer vorgesehenen Investition in Höhe von 21. Mio. Euro, ist für den Ausbau der öffentlichen berufsbildenden Schulen zu Innovations- und Zukunftszentren aufgelegt worden.
Insgesamt sind vom Kultusministerium bereits für das KP II – Schwerpunkt Schulinfrastruktur – über 160 Mio. Euro durch über 1000 Bescheide bewilligt worden. Auftragsfrist für den Träger ist der 25.02.2010.