Rund zwei Jahre nach dem Regierungswechsel ist die politische Stimmung für die CDU in Niedersachsen besonders gut. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der CDU in Niedersachsen ergeben. Demnach beurteilen 58 Prozent der Befragten die Stimmung für die CDU als besonders günstig, nur 17 Prozent für die SPD.
Wären am Sonntag Landtagswahlen, käme die CDU auf 44 Prozent, die SPD auf 34, FDP sieben und Grüne auf zehn Prozent der Stimmen.
Auch bei den Persönlichkeitswerten werden CDU-Politiker gut bewertet: So ist Christian Wulff der beliebteste Politiker in Niedersachen: auf einer Skala von -5 bis +5 erhält er die Note 1,8. Ihm folgen Ursula von der Leyen (1,6) und David McAllister (1,2). Der SPD-Fraktionsvorsitzende Gabriel fällt in der Wählergunst von zuletzt +1,3 auf -0,2. Bei der Direktwahlfrage liegt Christian Wulff mit 59 Prozent deutlich vor Gabriel (31 Prozent). Bemerkenswert: Selbst die SPD-Anhänger halten Christian Wulff (46 Prozent) für verlässlicher als Gabriel (40 Prozent) und trauen ihm eher zu, dass er hält, was er verspricht.
Die Arbeit der Landesregierung beurteilen 71 Prozent der Befragten als gut. Das zeigt sich auch bei den einzelnen Politikfeldern: So befürworten 86 Prozent der Befragten die Verringerung der Schuldenlast durch Einsparungen statt durch weitere Steuererhöhungen; 77 Prozent fordern Leistungskürzungen statt neuer Schulden. 81 Prozent betrachten die Reduzierung staatlicher Auflagen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als wichtige Aufgabe. Die größte Zustimmung findet mit 93 Prozent die Stärkung der Grundwerte wie Familie, Gemeinwohl und Solidarität.
Bei diesen Themen – Haushaltskonsolidierung, Bürokratieabbau und Stärkung von Grundwerten - hat die CDU bei den Bürgern deutlich die Nase vorn.
Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat vom 7. bis 12 . Februar 2005 1000 repräsentativ ausgewählte Niedersachsen befragt.